Ich habe seit Mitte der 70er Jahre verschiedentlich Beiträge zu Gesundheitsproblemen im Süden der Welt geschrieben, u. a. zu HIV/Aids, zu Medikamentenfälschungen und zur Bedeutung von sauberem Wasser für die Gesundheit. Einzelheiten finden Sie im Abschnitt „Gesundheit“ der Veröffentlichungsliste.
Afrikanische Heilpflanzen erleben Renaissance
Viele afrikanische Heilpflanzen sind während der Kolonialzeit diskreditiert worden, und ihre gesundheitsfördernden Wirkungen wurden nicht selten vergessen. Inzwischen finden sie wieder mehr Interesse und werden systematisch untersucht. Traditionelles Wissen und moderne Wissenschaft wirken dabei zusammen. In einem Beitrag für die Zeitschrift Securvital hat Frank Kürschner-Pelkmann diese Renaissance dargestellt. Sie finden die PDF-Datei dieses Beitrags unter www.securvita.de (Ausgabe 1-2007, pdf, 991KB).
Der erfahrbare Atem
„Ein Seminar zum Gähnen“. Atemtherapeutin Mechthild Morgenthal lässt Teilnehmer in Bad Bekerkesa die eigene Mitte finden
„Ich gähne und bin dabei völlig wach.“ Die Atemtherapeutin
Mechthild Morgenthal ermutigte die Teilnehmer des Seminars „Sommerluft“
in Bad Bederkesa zum kräftigen Gähnen.
Und tatsächlich stellte das Gähnen sich von selbst ein, als die Gruppenmitglieder
im „Forum“ des Evangelischen Bildungszentrums im Kreis auf Hockern
saßen und sich am Anfang der Übungsstunden nach Herzenslust dehnten
und räkelten.
Die Teilnehmer wollten den „Erfahrbaren Atem“ kennen lernen und
merkten rasch, dass diese Atemarbeit, die so leicht aussieht, es in sich hat.
Unter Anleitung von Mechthild Morgenthal machten sie meist auf dem Hocker oft
kleine Dehnübungen und stellten überrascht fest, wie sehr sich dadurch
der Atem veränderte. An die Übungen schloss sich jeweils eine Phase
des in sich Hineinhörens an, um dem Atem im Körper auf die Spur zu
kommen. Während des fünftägigen Seminars wurde so erlebt, wie
erholsam es ist, beim eigenen Atem zu sein, eine ruhige Wachheit zu erreichen
und eine atemlose Hektik zu vermeiden.
Atem verändert
Morgenthal hat diese Arbeit nach der Methode der Atemtherapeutin Prof. Ilse
Middendorf vor mehr als 20 Jahren kennen gelernt und vermittelt sie nun nach
einer dreieinhalbjährigen Ausbildung in Kursen oder in Einzelarbeit. Es
geht dabei nicht um eine Manipulation des Atems, sondern darum, zu erfahren,
wie sich der Atem durch Bewegungen verändert und wie man durch den Atem
verändert wird.
Auch diejenigen, die schon öfter an solchen Kursen teilgenommen hatten,
waren überrascht, wie vielfältig die Übungen sind, von einem
leichten Ziehen am Ohr bis zu kräftigen schwungvollen Bewegungen der Arme
und Beine.
Besonders gern geht Morgenthal für ihre Kurse in Klöster und kirchliche
Bildungszentren, denn es geht bei dieser Arbeit um innere Ruhe, zu sich selbst
zu kommen, um das Finden der eigenen inneren Mitte. Seit vier Jahren lädt
sie zwei Mal im Jahr zu Kursen in das Evangelische Bildungszentrum ein und trifft
hier auf Menschen, die sich etwas Gutes tun wollen und die gemerkt haben, wie
wichtig der Atem für das eigene Wohlbefinden ist. „Atem ist ein Geschenk“,
betont Morgenthal.
„Ich fühle mich ganz erfrischt“, sagte eine Teilnehmerin des
Kurses in Bad Bederkesa nach dem Ende einer Übungsstunde. Andere beschrieben,
wie sich Verspannungen im Nacken lösten, nachdem sie die entspannenden
Übungen gemacht hatten und spürten, wie der Atem und der ganze Körper
sich veränderten.
Immer wieder waren Sätze zu hören wie: „Ich habe den Atem jetzt
ganz deutlich unter den Schulterblättern gespürt.“ Ansteckend
wirkte die Fröhlichkeit und Energie der Kursleiterin, die nach einer Übung
spontan sagte: „Ich bin immer wieder selbst begeistert von den Übungen.“
Das Gähnen und entspannte Seufzen gehörte bald ganz selbstverständlich
zum Üben. Eine Teilnehmerin sagte in die Runde hinein: „Ich werde
meine Tochter nicht mehr ermahnen, wenn sie wieder einmal herzhaft gähnt.“
Und viele nahmen sich vor, weiter Atemübungen zu machen und zu erleben,
wie innigliche oder kräftige Bewegungen den Atem verändern.
Weitere Informationen:
Dipl. Atempädagogin/-therapeutin
Mechthild Morgenthal
Hassenbütteler Weg 2
25764 Wesselburener-Deichhausen
Telefon: 04833-424200
(Beitrag aus der Nordsee-Zeitung vom 20.8.2002)