Weltwassertag 2009: Grenzüberschreitende Gewässer
Der Weltwassertag am 22. März 2009 steht unter dem Thema „Grenzüberschreitende Gewässer“ („Transboundary Waters“). Die Bedeutung dieser Thematik zeigt sich daran, dass es weltweit 263 grenzüberschreitende Flüsse und Seen gibt. Hinzu kommen mindestens 270 unterirdische Wasserlagerstätten, die sich zwei oder mehr Länder teilen. Konflikte entstehen durch die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt, die Nutzung von Flusswasser für Wasserkraftwerke sowie die Verschmutzung der Gewässer. In den letzten 60 Jahren gab es 37 gewaltsam ausgetragene Konflikte um grenzüberschreitende Gewässer - aber fast 300 internationale Verträge über die gemeinsame Nutzung dieser Gewässer. Beispiele sind die Verträge der Anrainerstaaten von Donau, Rhein, Nil, Indus und Mekong.
Der Klimawandel wird allerdings das Konfliktpotenzial vergrößern, weil absehbar ist, dass sich in vielen Ländern die Wasserknappheit verschärften wird. Die Vereinten Nationen bemühen sich, die internationale Gemeinschaft auf diese Probleme und auf die Notwendigkeit hinzuweisen, nicht nur bilaterale Vereinbarungen über die Nutzung grenzüberschreitender Gewässer abzuschließen, sondern auch im internationalen Recht zu vereinbaren, welche Rechte und Pflichten die Länder haben, die sich Gewässer teilen.
Die offizielle Website zum Weltwassertag finden Sie hier.
(Frank Kürschner-Pelkmann)